Zeit verschwenden mit Songsmith
Ich musste gestern auch mal den Songsmith ausprobieren. Ein Programm von Microsoft, das Gesang im Computer aufnimmt und anschließend eine halbwegs passende automatische Musikbegleitung generiert. Bekannt geworden ist das Programm, dank bizarr-peinlicher Werbevideos von Microsoft und übler Remixes von bekannten Popsongs. Diesbezüglich gibt ein gestern veröffentlichter Artikel bei Spiegel Online einen guten Überblick.
Als ich merkte, dass mich Songsmith langweilt, habe ich statt meinem Gesang die Stimme von Angela Merkel in den Songsmith geschleust. Ihre Stimme kommt aus einem ihrer Video-Podcasts vom Sommer 2008. Damals sah in Deutschland wirtschaftsmäßig alles super aus und die Zukunft schien rosig, hier das Video “Merkel vs Songsmith”:
Eine sinnvolle Nutzung von Songsmith kann ich nicht erkennen. Die Zielgruppe stellen wohl Backfische dar, die vom Popstardasein träumen und ihre Stimmchen mit dem Programm zu so etwas wie “Musik” aufwerten sollen. Ich kann nur sagen: Wer wirklich Musik machen und Songs schreiben will, wird dank einem dringenden inneren Wunsch früher oder später irgendein Instrument ansatzweise bedienen können. Bei mir wars genauso. Und wenn man dann Songs schreibt und auf dem Rechner produziert, ist man sehr schnell bei besseren Programmen.
Ich habe auch irgendwo gelesen, dass Songsmith Komponisten die Möglichkeit bietet, ihre Melodie-Ideen zeitnah festzuhalten, ähnlich einem musikalischen Notizzettel. Das ist Schwachsinn, jeder Liedermacher, der ansatzweise professionell arbeitet, wird sich seine Idee garantiert nicht von dieser Software verhunzen lassen.


[…] Ivo hat einen Angie Video Podcast aus 2008 durch MS Songsmith gejagt den HipHop2-Style ausgewählt und den Happy-Regler auf traurig gedreht: […]
Pingback von Merkel vs. Songsmith | heading north — 5. Februar 2009 @ 12:59
“Wer wirklich Musik machen und Songs schreiben will, wird dank einem dringenden inneren Wunsch früher oder später irgendein Instrument ansatzweise bedienen können.”
Dem pflichte ich auch bei, beherrsche zwar kein Instrument richtig, aber ein bisschen Klavier kann sich jeder beibringen. Auf jedenfall sollte man Noten Lesen lernen.
Kommentar von Niklas — 7. Februar 2009 @ 20:37
Na wenn das mal kein Charthit wird
“Die Zielgruppe stellen wohl Backfische dar, die vom Popstardasein träumen und ihre Stimmchen mit dem Programm zu so etwas wie “Musik” aufwerten sollen.”
Kommentar von Mirko — 8. Februar 2009 @ 01:14
Herrlich!!!
Die Dame hat eindeutig Ihren Job verfehlt, Kabarett kann sie nahezu unendlich besser…
Kommentar von Jerome — 14. Februar 2009 @ 10:50
[…] Demoversion Songsmith Songsmith bei Spiegel Pimpyourbrain über Songsmith Angela Merkel vs. Songsmith […]
Pingback von Podcast #3: Songsmith, Raubkopien und die Musikmesse | delamar.TV - Musik, Business, Musikproduktion & Homerecording — 3. März 2009 @ 19:06
Yes, das hört sich doch ganz nett an!! Gute Idee, sie da einzubinden *gröhl*
Wobei ich sagen muss, dass ichs gern auch mal ausprobieren würde. Erhält man dann Links, so wie du, die man posten kann? Ich muss es mal versuchen.
Kommentar von Lavolta — 8. März 2009 @ 16:33
Jetzt weiss ich ja womit der Raab seine Songs immer gemacht hat.
Kommentar von Klaviero — 5. September 2009 @ 14:20
Hehe ja da kann man sich denken, wo einige der Ohrenkrebs verursachenden Songs herkommen :>
MfG
Kommentar von Alex — 29. September 2009 @ 17:02
Die Merkel
das Bild ist zu genial
Kommentar von Schmuck — 31. Oktober 2009 @ 16:40
wow, echt gut gemacht. geil !^^
Kommentar von daniel — 2. Dezember 2009 @ 17:53
Wobei ich mich ja frage, wieviele Versuche sie benötigt hat, damit sie diese ganzen Wörter mit “ieren” fehlerfrei aussprechen konnte. Es gab mal irgendwann ein Interview, da hat sie so nen richtig schönen Dialekt drauf gehabt, leider find ichs nicht mehr.
Kommentar von Trierer — 5. Dezember 2009 @ 22:14
Kein Kommentar
Kommentar von Hans — 16. Dezember 2009 @ 19:01
Cool, kann man da auch reine Trompeten Songs reinladen? Muss ich unbedingt mal ausprobieren!
Kommentar von Trompeter — 21. Dezember 2009 @ 10:22
Alter! Angie rock da house Yo!
Kommentar von Azoreaner — 10. Mai 2010 @ 18:09