LokBlog

27. März 2009

Mit Herz & Schnauze heute abend in die Show / 3 Minutes Late Night

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 12:43

wir stehen heute abend wieder auf der Bühne des Admiralspalasts, diesmal auf der größeren des Saals, denn wir haben sehr viel vor. Oder anders gesagt: die Mariachis und ich wollen in der Lokalrunde das ganz dicke Ei schaukeln, denn alles andere wäre für unseren momentanen Größenwahn unangemessen.

Wir erwarten als Gäste in der Show: die Gruppe Gakken, Roger Trash, Hans Krüger den Flieger und einen Straßenfeger von der BSR. Die Gruppe Gakken ist eine Neugründung des ehemals sehr bekannten Schauspielers Alexander Scheer (Sonnenallee, Sesamstraße, Uschi-Obermaier-Weg). Scheer spielt in diesem Projekt auf einem neuartigen japanischen Instrument und peilt damit den Durchbruch in Japan an - Big in Japan heute bei uns sozusagen.

Von Roger Trash hab ich bisher nur Gutes gehört. Er kommt aus Münster und ist dort wohl eine Rocklegende, nennt sich Erlebnismillionär und andere nennen ihn Intimliedermacher.

Hans Krüger der Flieger macht ein ganz bezauberndes Bewegungskabarett, obschon er nicht mehr der Jüngste ist. Tanzt auf einer Leiter herum, zündet selbst gebasteltes Feuerwerk und ist brüllend komisch.

Der Mann von der BSR kommt als Botschafter der neuen Berliner Freundlichkeitskampagne “Herz & Schnauze” zu uns. Über 3000 öffentliche Servicekräfte machen da schon mit, tragen einen roten Infobutton am Kragen und sind neuerdings total freundlich, sollte man sie ansprechen. Selbst dann, wenn sie Busfahrer sind. Die Kampagne “Herz & Schnauze” wird auch das Thema der Show darstellen. Das folgende Video zeigt den BSR-Mann im Interview und präsentiert ein bisher geheimes Imagevideo zur Kampagne “Herz & Schnauze”. Das Video ist die zweite Folge unserer Late-Night-Parodie “3 Minutes Late Night”:

Link: 3 Minutes - Freundlichkeitskampagne in Berlin

Außerdem schenken wir heute abend allerfeinsten Wodka an die Säufer im Publikum und auf der Bühne aus. Unser Sponsor, die Kneipe “Zur letzten Molle”, überließ uns zwei Flaschen. Sollte der Mann von der BSR zu langweilig sein, können wir damit immer noch anstoßen.

Und schließlich: Lokalrundengründungsmitglied Tube wird heute auch wieder vorlesen und die Show nicht vergessen, denn er hat mich schon fünfmal darauf angesprochen, dass heute abend ja die Lokalrunde stattfindet. Prost!

25. März 2009

Starke Animation auf Song von Bodo Wartke

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 16:08

Eigentlich ist Bodo Wartkes Humor nicht so ganz mein Humor, aber die Animation, die ein YouTube-User namens Chris Rebmann zu einem von Wartkes Songs produziert hat, eröffnet neue Perspektiven. Meine Güte, muss da viel Arbeit drinstecken:

24. März 2009

Warum machen die Verlage nicht mehr aus ihren Online-Videos?

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 00:53

Alle großen Nachrichtenportale produzieren und zeigen mittlerweile Videos. Das ist schön, aber:

1. Warum sind die Videos oft in eigenen Bereichen versteckt und nicht auf einen Klick erreichbar? Bei stern.de muss man gar eine eigene Homepage namens stern.tv aufrufen, um sich dann irgendwie durch irgendwelche Themen zu navigieren, bis man die Videos findet, die einen interessieren.

2. Warum laufen überall nur Pre-Roll-Ads anstatt Mid-Roll-Ads? Es ist schön, dass die Werbung bei Online-Videos boomt, aber es nervt, dass man sich erst einen Werbeclip anschauen muss, ehe der ursprünglich intendierte Clip läuft. Im Gegensatz zu dieser Verfahrensweise sind Mid-Roll-Ads wirkungsvoller in ihrer Werbewirkung und verschrecken den User nicht ganz so stark. Zudem bleibt der User dran, wenn er die ersten 10 oder 20 Sekunden eines Videos sieht, dann eine kurze Reklame inhaliert und im Anschluss weiterschaut (vorausgesetzt das Video ist interessant genug).

3. Warum lassen sich Videos von Nachrichtenportalen noch immer nicht in externe Webseiten einbetten? Das würde die Marke des Nachrichtenportals stärken, die Reichweite erhöhen, mehr Klicks bringen und überhaupt und sowieso.

4. Warum machen kamerastarke Journalisten wie Gehrs und Martenstein keine Videokolumnen mehr? Beispiel Martenstein: Seine Videokolumne auf watchberlin.de ward regelmäßig viel gesehen und gut verlinkt. Warum führen Zeit Online oder tagesspiegel.de diese Kolumne nicht weiter? Mal ehrlich: Die Produktionskosten dürften keinen erschrecken - Martenstein macht sich Gedanken, was er erzählen will, dann kommt ein VJ mit Kamera, dreht und cuttet und hat vielleicht 4 Stunden Arbeit. Die Reichweite des schnell und leicht produzierten Clips wäre enorm.

Die Verlage haben die Chance zu Fernsehsendern 2.0 zu werden und im journalistischen Bereich dem Leitmedium ein gutes Stück seiner Macht abzunehmen. Das sollte jetzt mal passieren.

Mach Cash mit Webisodes

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 00:11

Bertram schreibt in einem interessanten Beitrag, dass Produzenten von Webisodes sechsstellige Budgets aufrufen. Wie derartig exorbitante Produktionskosten für, sagen wir mal, 20 Folgen einer Serie zu je 5 Minuten Länge gerechtfertigt werden, ist mir schleierhaft. Offenbar übertragen da TV-Produzenten ihre Minutenpreise einfach ins Web.

Sieht man mal von aufwändigen Science-Fiction-Produktionen wie z.B. den Battlestar-Galactica-Webserien ab, dann kann man gegenwärtig für das Internet noch immer sehr viel preiswerter produzieren als für das TV, da die technischen Anforderungen geringer sind. Bei einer gängigen Videoauflösung von wie 400×300 (4:3) oder 550×310 (16:9) ist es z.B. relativ egal, ob man mit Digibeta oder einem modernen MiniDV-Consumer-Camcorder dreht. Zudem vernachlässigt die avisierte Zielgruppe der YouTube-Generation die technischen Apekte einer Videoproduktion stark. Es geht dem Clip-gestählten User um Inhalte und kreative Ideen. Die ersten Sekunden eines Videos müssen fesseln, es muss rocken.

Leider bieten diesbezüglich die deutschen Webisodes, die ich mir bisher angeschaut habe, zum Großteil nicht das Gelbe vom Ei. Die Webserien “Deer Lucy” und “Candy Girls” (verlinkt bei Bertram) erinnern mich an Spätnachmittagssoaps im TV, nur dass sie halt im Internet laufen. Mehr als eine Folge schaffte ich nicht zu rezipieren. Wenn ich sowas sehen will, lasse ich nebenbei den Fernseher laufen, bringe aber nicht die Kraft auf, das extra anzuklicken. Das liegt m. E. daran, dass der User in seiner Erwartungshaltung als Konsument aktiver ist, gezielter nach Inhalten sucht und schnell selektiert. Im Gegensatz zum TV-Zuschauer, der vom Apparat in Hypnose versetzt wird und passiv agiert.

Es gibt jedoch eine Webisode aus dem Haus einer TV-Produktionsfirma, die mich angesprochen hat, obschon bisher nur ein Trailer online war: “Wir sind größer als Gott”. Leider wurde der Trailer wieder offline gestellt, weil sich Christen wegen Gott beschwerten und der Sponsor daraufhin Angst bekam, irgendwelche Leute zu verschrecken, die dann die Produkte des Sponsors nicht mehr kaufen. Schade, denn der Trailer war wirklich orginell, authentisch und inspirierend. Allerdings kann mir keiner erzählen, dass der Trailer hohe Produktionskosten hatte. Im Grunde saß da nur ein Chef im Büro, ließ sich von seiner Assistentin Kaffee bringen und erzählte Bockmist. Das aber auf hohem satirischen und schauspielerischem Niveau - genau das Richtige für den User.

Abschließend: das Produktionsbudget unserer 81-teiligen Webisode Watchberlin-News (3 Minuten pro Folge) hatte einen knapp fünfstelligen Wert. Natürlich hätte man noch viel mehr machen können, wäre das Budget größer gewesen, mehr Autoren, bessere Witze usw. Aber es darf auch nicht vergessen werden, dass es Webisodes gibt, die mit 0,- Euro Budget unglaublich viele User erreichen: Volker Strübing mit Kloß & Spinne zum Beispiel.

21. März 2009

Heute abend schon was vor?

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 15:08

Wenn nicht, dann komme in die Samstagsshow. Lumpige 4 Euro Eintritt, Spaß und gute Laune und ein Stargast, auf den ich sehr gespannt bin: DERFRANZ. Der Franz macht auf seinem MySpace-Profil ganz wunderbare Musik und ich bin gespannt, wie das live rüberkommt.

Mit auf der Bühne stehen natürlich auch die Lea, der Tilman, der Robert und der Ivo (also ich), die sich schon sehr auf den Abend freuen und neuerdings total nett zueinander sind, weil sie jetzt immer Artikel vor ihre Namen setzen. Der Ivo hat sogar eine neue Stufe der Glückseligkeit erreicht, weil er jetzt in seiner Selbstfindung immer den Ivo sucht und ein ganz neues Verhältnis zu seinem Körper entdeckt hat. Wir strahlen, lachen und spürn uns - heute abend.

18. März 2009

videolotion.de präsentiert: Das Bankster Music Video

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 21:56

Für ein Musikvideo durfte ich einen Banker aus Frankfurt a.M. mit der Kamera begleiten. Der Mann steht kurz vor der Kündigung und ihm ist momentan sowieso alles egal. Deshalb sprang er wie ein Wilder in seinem Büro herum, kletterte in Berlin auf den Reichstag und sang einen selbstgeschriebenen Text über die Abgründe der Finanzwelt auf ein Bill-Hailey-Playback. Klick auf eines der Fotos, um das Video zu sehen:

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Die Wahrheit: Es handelt sich natürlich um eine Satire. Der Banker wird dargestellt von Anselm Neft, mit dem ich des öfteren zusammen arbeite. Die Szenen in denen Bankmenschen auftauchen, stammen aus einem Image-Video der Deutschen Bank. Das Image-Video wurde im Jahr 2007 produziert, steht aber immer noch als Aushängeschild auf der Homepage des Geldhauses und vermittelt nach meinem Verständnis Folgendes: bei der Deutschen Bank arbeiten vor allem Topmodels, die richtig viel zu tun haben, aber trotzdem gut drauf sind und die Deutsche Bank tut in der ganzen Welt viel Gutes.

16. März 2009

Du hattest ne Boutique, Monique!

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 14:06

Wie manch einem schon aufgefallen sein dürfte, lade ich ab und an Auschnitte aus unserer Produktion Slam Palast hoch, um die Homepage der Lokalrunde aufzupeppen. Hier ein Gedicht von Micha Ebeling aus seiner Reihe “Gedichte an Frauen”:

Und hier ein Song aus meiner Fragment-Sammlung “Ich möchte gern wie Howard Carpendale sein”:

12. März 2009

Überlick im Web-TV

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 18:56

Das Videoportal Sevenload veröffentlicht in einer Pressemeldung, dass ausgewählte Sevenload-Webserien demnächst quasi automatisch auf Fernsehgeräten von Phillips laufen. Sogenannte “Phillips Net TV-Geräte” lassen sich offenbar per Router mit dem Internet verbinden und bringen dann Clips aus Netz komfortabel auf den Schirm. Hört sich gut an und klingt nach Zukunft. Allerdings habe ich schon lange kein Fernsehsofa mehr, geschweige denn einen Fernseher.

Besonders gut finde ich, dass vorerst nur 6 Sevenload-Webserien fürs Net TV optimiert werden, da behält man den Überblick. Ich war in letzter Zeit mal wieder öfter auf sevenload.de und was mich dort mitunter erschlägt, ist die große Masse der Kanäle und Sendungen. Ich finde Rob Vegas gar nicht mehr. Muss weitersuchen, wo isser denn, wo isser denn?

Medialer Amoklauf

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 18:22

Es nervt: Man kann kein Nachrichtenportal klicken, ohne den Amoklauf eines Gestörten in allen grausamen Einzelheiten präsentiert zu bekommen. Dabei ist schon seit Herostratos klar, dass es das Beste wäre, niemand würde den Namen des Psychopathen groß verbreiten, seine Taten schildern und ihn berühmt machen. Das Nachahmungsrisiko von potenziell ähnlich Verfassten, die genauso leicht an Schützenvereinsspielzeuge kommen, könnte dank größtmöglichem Verschweigen minimiert werden.
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9. März 2009

Zweimal Show for free

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 14:57

Am Donnerstag, dem 12.3.09, bin ich wieder bei der Import-Export-Show zu Gast, bei einem Format des phantastischen Mr. Superextra. Beim letzten Mal hat das sehr viel Spaß gemacht, der Herr Superextra hat eine erfolgreiche Mischung aus Kochshow und Balkan-Revue mit sehr viel Glamour entwickelt. Diesmal sind außer meiner Wenigkeit noch mit dabei: Hans Krüger, Vincent Oppelland und Sebastian Lehmann. Das Beste: Der Eintritt ist frei, da die Show im Rahmen einer Präsentation des Michelbergelhotels stattfindet. Zu allem Überfluß gibt es auch noch ein Buffet und die Getränke wohl auch für lau (wurde mir zugeraunt). Es beginnt um 22.00 Uhr, mehr Infos auf dem Flyer:

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Am Samstag, dem 14.3.09 stehe ich dann im Village Voice auf der Bühne. Das Village Voice ist eines meiner Stammcafés, in dem ich seit einem gefühlten halben Jahrhundert Kaffee trinke. Außerdem habe ich dort schon grandiose Vernissagen gefeiert und das Interieur oft als Videokulisse mißbraucht. Unter anderem in einem Video, dass die Berliner Kneipenwirtin Sylvia Thimm parodiert. Diese kämpft zwar mit Dauerhusten und schwarzem Auswurf, doch sie hatte im Juli 08 vor dem Bundesverfassungsgericht gewonnen, wurde dadurch ein bißchen berühmt und in ihrer Eckkneipe durfte seitdem wieder geraucht werden:

Man kann sich nach Betrachtung des Videos denken, dass auch im Village Voice geraucht werden darf. Das Village Voice wird am Samstag 100 Jahre alt und bringt aus diesem Anlass eine Gala auf die Bühne, in der außer icke noch weitere Künstler auftreten, deren Namen ich aber gerade nicht parat habe. Auch in dieser Show ist der Eintritt frei und es gibt ein Buffet.

In beiden Veranstaltungen präsentiere ich Ausschnitte aus meinem Soloprogramm “Songs und dumme Sprüche”, welches ich gerade entwickle und mit dem ich nur ein Ziel erreichen möchte: Die Menschen zum Lachen bringen. Fühlt euch eingeladen.

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