LokBlog

29. Juli 2007

Heute abend

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 16:18

das letzte Mal im nbi: Die Sonntagsshow. Mit Musik aus Kanada und Balkan-Pop von mir.

28. Juli 2007

Raubkopie

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 23:41

Der hoch geschätzte Autor Ernst Corinth hat in einem Telepolis-Artikel auf den bisher schnellsten Film-Raubkopiervorgang im deutschsprachigen Raum hingewiesen: Das Sequel des sehr guten Zombie-Films “28 Days Later” namens “28 Weeks Later” wird nach einer Sneak-Prewiew in Hannover in einer deutschen Torrent-Tauschbörse angeboten, obwohl der offizielle Kinostart erst am 30. August erfolgt.

Doch Herr Corinth unterlässt es, einen Link auf auf die Tauschbörse zu setzen. Das ist natürlich ärgerlich für alle, die den Film jetzt sehen wollen und mühsam nach Begriffen wie “Tauschbörse” und “Filme runterladen” googlen müssen und doch nicht zum Ziel kommen. Corinth unterlässt es, den Link auf die Tauschbörse zu setzen, weil es vermutlich doch zu peinlich wäre, direkt auf so einen Internet-Schmuddelkram zu verlinken. Vielleicht wäre es auch illegal, einen Link zu setzen, obwohl eine Torrent-Tauschbörse nach geltendem Recht nicht illegal ist. Es ist wie damals im Osten - Herr Corinth treibt sich jeden Tag auf der Tauschbörse rum (sonst wüsste er nicht bescheid), doch gleichzeitig muss man zwischen den Zeilen lesen.

Naja. Jedenfalls reimt sich die Domain der Tauschbörse auf “horrend” und “so”. Man muss also einen Reim auf horrend.so finden. Und wenn man dann den Film heruntergeladen hat (was im allergünstigsten Fall 2 h dauert), muss man mit übelster Qualität und Popcornraschelgeräuschen im Ton klarkommen. Das behaupte ich, obwohl ich diesen Film nicht heruntergeladen habe. Ich schaue mir stattdessen auf dem Videodemand-Portal Maxdome Filme an - in allerbester Qualität und 3 Jahre nach der Sneak-Preview.

Schwarz Sauer

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 01:56

Bis eben dort auf der Terrasse gesessen und gesoffen. In lauem Wind und leichter Brise. Mich darüber geärgert, dass wir unsere Open-Air-Show heute haben ausfallen lassen. Scheiss Wetter, so halbgar!

Auf der anderen Seite war es wieder sehr schön im Schwarz Sauer. In diesem legendären Berliner Café , in dem ich einst selbst gejobbt und in dem ich meine erste längerwährende Beziehung kennengelernt hatte. Außerdem hatten wir ein wunderbares Gespräch.

Hier fragt einer, warum das Schwarz Sauer ein Kultcafé ist. Ich könnte es erklären, bin jetzt aber zu müde. Vielleicht ein andermal.

27. Juli 2007

Lokalrunde Badeschiff entfällt

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 11:03

Das für heute geplante Lokalrunde-Sommerspecial auf dem Badeschiff entfällt - das Wetter ist zu schlecht. Schade, vielleicht klappt es beim nächsten Termin.

26. Juli 2007

Balkan-Pop

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 11:19

Auf der Lesebühne LSD habe ich in den vergangenen Jahren über 250 Songs geschrieben habe, deren Schwerpunkt eher auf den Texten liegt - auf der Homepage der Mariachis gibt es kleinen Überblick. Ich muß mir jedoch eingestehen, dass ich damit nicht wirklich den Durchbruch geschafft habe und versuche es nun andersrum: Weniger Text, mehr Musik und Tanz und vor allem: Einfacher denken!

Was liegt dabei näher, als sich in Richtung Balkan-Pop zu bewegen. Dank meiner ruthenisch-slowakischen Wurzeln kam ich früh mit Zigeunermusik in Berührung und darf mit Fug und Recht behaupten, dass ich osteuropäische Sounds und Rhythmen gleichsam mit der Muttermilch geschluckt habe. Und das ist Grund genug, mein neues Balkan-Deutschpop-Projekt zu starten. Mitsamt Künstlernamen und MySpace-Profil - Leidies & Dschantelmani: Je to Ibu Kukuricu.

Nachtrag: Wie ich beim 2ten Durchhören des Songs auf dem Kukurica-MySpace-Profil gerade bemerkt habe, klingen die Textzeilen >Ich will Kussi von dir, ich will Bussi von dir< wie >Ich will Pussy von dir<. Das ist mir textlich dann doch zu niveaulos und wird demnächst verändert.

25. Juli 2007

Sommerpause

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 16:04

Nach der skandalösen Show am vergangenen Freitag brauchen wir dringend eine Pause. Deshalb wird die nächste Lokalrunde im Admiralspalast erst wieder am 21.9.07 stattfinden. Voraussichtlich wird zu diesem Zeitpunkt der Admiralspalast-Klub bereits fertig sein.

Der AP-Klub soll für uns der reguläre Spielort im Admiralspalast werden. Das bedeutet zum einen, dass die Lokalrunde wieder das passende Flair bekommt und zum anderen, dass du, geliebtes Bohème-Studenten-Stammpublikum, wieder regelmäßig zu uns kommst, denn der reguläre Eintrittspreis wird sinken: Von 12,- auf höchstens 6,- Euro. Das ist doch was, oder?

Wer es ohne uns bis dahin nicht aushält, kann uns trotz Sommerpause bei unseren Sommerspecials auf dem Badeschiff erleben.

21. Juli 2007

Es ist erschreckend,

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 21:31

was ich von mehreren Seiten - sowohl Gästen als auch Künstlern - über die Show höre, die gestern stattfand. Wie es unserem Stargast Jochen Reinecke dabei ging, wird hier beschrieben. Ich war gestern nicht dabei und befinde mich auf dem Weg zu einer Krisenberichterstattung durch Micha Ebeling und Manfred Karpate.

Demnächst wird es Veränderungen geben, was die Lokalrunde betrifft.

18. Juli 2007

Vier Tage ohne Netz

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 20:04

an der Ostsee. Jetzt gerade in einem teuren Internetcafé mit unglaublich langsamer Verbindung und träger Tastatur. Darum wird hier im Blog eine Weile nicht viel passieren.

Dafür scheint die Sonne.

13. Juli 2007

Auf diesem Klassenfoto

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 22:18

steht einer, der den Lehrer verprügelt hat - wer war’s?

lehrer.jpg

Mit Dank an crocusfilms.

Was nicht passt, wird angepasst

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 19:29

Im Jahr 2002 schrieb ich zum Abschluß meines Germanistik-Studiums eine Magisterarbeit, die die Berliner Lesebühnen untersuchte. Die Arbeit war und blieb nicht die Einzige zum Thema - zu jener Zeit wurden die Lesebühnen für Geisteswissenschaftler interessant, denn zwei Jahre zuvor hatte es in verschiedenen Printmedien einen kleinen Hype um die Lesebühnen gegeben.

Es begann mit einem Artikel in der FAZ am 10.1.2000: „Interessante Dilettanten: Im natürlichen Untergrund gedeiht eine neue literarische Szene.“ Bald darauf folgte die Initialzündung für die öffentliche Wahrnehmung mit einem Artikel im SPIEGEL Nr. 6 / 2000: „Im Berliner Osten pflegt eine junge Generation von Autoren und Vorlesern eine neue literarische Subkultur. Die Szenedichter präsentieren ihre Alltagsprosa auf der ‘Reformbühne Heim & Welt’ oder der ‘Chaussee der Enthusiasten’ - und faszinieren ein wachsendes Publikum.“

Im Anschluss an den Spiegel-Artikel erschienen jede Menge Reportagen über die Lesebühnen in deutschen und internationalen Medien. Es blieb in der feuilletonistischen Kritik aber immer unklar, was das für Autoren waren, die da auf Kellerbühnen lustige Texte lasen. Konnte man die literarisch ernst nehmen oder nicht? Später - so um das Jahr 2004 - reagierten einige Redakteure von Berliner Regionalmedien sogar gereizt, wenn das Stichwort „Lesebühnen“ fiel, nach dem Motto: Das Ding müsste längst gegessen sein und wird immer noch serviert.

Von der Journalisten-Diskussion leider unbeachtet, wurden im gleichen Zeitraum von geisteswissenschaftlichen Arbeiten Antworten auf die Frage nach der Literarizität der Lesebühnentexte gegeben. Was hier am Wichtigsten ist: Lesebühnen sind ein Angebot ans Publikum. Sie existieren nur, wenn genügend Publikum kommt, sie gehören nicht zum Bereich subventionierter Kulturlandschaft. Die Lesebühnen, die erfolgreich jede Woche in Berlin stattfinden, waren vor dem Hype gut besucht und sind es bis heute. Die Lesebühnen sind hype-unabhängig, sie gibt es solange, wie Publikum kommt.

Ein gefühltes Jahrhundert nach dem Hype, nämlich genau heute, erscheint ein Artikel in der Berliner Zeitung, dessen Autor Jörg Sundermeier die oben angerissene Entwicklung anscheinend verschlafen hat. In dem ansonsten lesenswerten Artikel über die Selbstvermarktung von Autoren im modernen Literaturbetrieb biegt sich Sundermeier auch das Lesebühnending zurecht. Der Poplinke, der sich wahrscheinlich zuweilen mit Bert Papenfuß im Kaffee Burger beim Bierchen die Reformbühne reinzog, behauptet tatsächlich:

“Was die zwangsweise erfolgende Autorenselbstvermarktung mit sich bringt, ist in Berlin Woche für Woche auf den Lesebühnen zu sehen, auf denen Autoren Texte verlesen, die schnell verfasst und auf den Lacher konzipiert worden sind. Der Jubel des Publikums lässt sie hoffen, dass sie, obschon der Lesebühnen-Hype bereits wieder vorbei ist, vielleicht doch noch entdeckt werden könnten.”

Sundermeier begreift nicht oder will nicht begreifen, dass es auch einfach um Spaß und Unterhaltung gehen kann. Das es schön ist, wenn eine selbst organisierte Veranstaltung gut läuft. Die Texte sind auf Lacher konzipiert, weil das Publikum es so erwartet. Um richtige Literatur geht es auf Lesebühnen nur bedingt und das ist gewollt. Das wissen auch alle seit Jahren, nur Sundermeier klagt nochmal: Oh, das ist mir alles zu lustig, ich will lieber richtige Literatur hören.

Und das da vor Jahren ein Hype war, ist den Lesebühnenleuten, wie bereits erwähnt, scheißegal. Kein Akteur von den Lesebühnen macht seine Lieder oder Texte aus selbstvermarkterischen Gründen oder weil er hofft, dass ein Verlag, Plattenboss oder Comedyveranstalter ihn entdeckt. Er macht es aus Freude, aus Liebe zum Publikum - wahrscheinlich unvorstellbar für den Letztes-Jahrhundert-Literaturbegriffler. Und im Übrigen wurden eine Menge Lesebühnenakteure schon vor langer Zeit entdeckt, im Literaturbereich z.B. Jochen Schmidt, Jakob Hein, Wladimir Kaminer und im Comedybereich z.B. Spider.

So, jetzt hab ich mich aber aufgeregt - normalerweise wird von Lesebühnen auf die altbackenen Vorwürfe nicht reagiert, Lesebühnen leben nicht von Tagestipps in Zeitungen sondern von Mundpropaganda und es ist eigentlich wurscht, was der Sundermeier sich da passend gemacht hat. Aber ich schrieb diesen Beitrag nicht als Lesebühnenliedermacher sondern als Germanistik-Magister. Und da will ich doch noch einmal pedantisch bemerken: Beim nächsten Mal bitte die langjährige theoretische Diskussion wenigstens ansatzweise recherchieren!

Nächste Seite »

läuft stressfrei mit WordPress ( WordPress.de )

blogoscoop