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30. November 2006

WDR Poetry Slam II

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 12:54

Show must go on! Wir sind glücklich, dass wir das miterleben dürfen: Die WDR-Redakteure zeigen sich mit stolzgeschwellter Brust und erwarten den Grimme-Preis. Das Niveau der beiden Sendungen, die heute aufgezeichet wurden, ist hoch. Bin gespannt, wie die Staffel ankommt.

In der ersten Aufzeichnung geben wir “Uns-Micha-Ebeling” mehr als die vorgeschriebenen 3 Minuten, d.h. wir setzen 10 Sekunden später mit der Musik ein. Das war keine Schiebung, wir wussten einfach nicht, dass jetzt auch die Vorrede der Slammer bereits zu den 3 Minuten zählt, bei der ersten Show war das noch anders. Hatte uns niemand gesagt.

Micha Ebeling ist Favorit und findet mit dem unglaublichen Gabriel Vetter einen starken Konkurrenten. In der zweiten Aufzeichnung beginnt Sebastian Krämer und landet mit seinem Text punktgenau bei 3 Minuten Länge. Bei Etta Streicher müssen wir dagegen bei 3:30 Minuten richtig laut werden und übertönen ihren letzten Satz. Schade, aber das Zeitlimit ist unerbittlich. Mit Volker Strübing tritt ein weiterer Lesebühnengenosse aus Berlin an. Telhaim reizt das Zeitlimit aus und macht mit einem grandiosen Freestyle einfach auf unserer einsetzenden Musik weiter - sehr geil.

Wer in den beiden Shows gewonnen hat, verrate ich nicht. Als Andeutung reicht vielleicht ein Zitat von Oli Gaußmann, dem Organisator der Darmstädter Dichterschlacht: “Die Berliner sind bei den Poetry-Slams kaum noch zu schlagen.”

29. November 2006

WDR Poetry Slam I

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 00:55

Die erste Aufzeichnung heute in der Halleluja-Halle in Köln  über die Bühne gebracht. Die Mariachis und ich sind als Showband für den WDR Poetry Slam engagiert, der noch bis Samstagabend hier aufgezeichnet wird. Erste Eindrücke: Der Slam hat weniger Wettbewerbscharakter, es ist mehr ein Showformat. Alle Slammer, die hier auftreten, haben sowieso gewonnen, das kann man so sagen. Das liegt auch an der freundlichen Art von Moderator Jörg Thadeusz, der in  meinen Augen auf  eine sehr intelligente Art zwischen WDR-TV-Publikum (also Leuten, die noch nie was von Poetry-Slam gehört haben) und Slam-Szene vermittelt. Die Slam-Poetry-Szene in Deutschland wird durch dieses Format erheblich an Zulauf gewinnen und das Desinteresse der Medien am National-Slam in München 2006 vergessen machen. Schade, dass sowas nicht auch für die Berliner Lesebühnen gemacht wird, die den deutschsprachigen Slam derzeit prägen (Ok, knallharte Aussage, aber die Gewinner des diesjährigen National und viele Gewinner vergangener Slams kommen nun mal aus dieser Szene).
Der WDR Poetry Slam war in der Slam-Szene wohl sehr umstritten - nach dem Motto: das ist nicht wirklich Untergrund. Stimmt auch, der Slam erreicht den Mainstream, aber der Mainstream ist nicht schlecht. Auf der anderen Seite waren wohl auch jene Slammer am stärksten gegen den WDR-Slam, die nicht eingeladen wurden. Zur Beruhigung: Offenbar wurde für jede Show eine ausgewogene Mischung gewählt, die viele Facetten darstellt.  Julius Fischer zeigt Leipzig, Matze B. rockt das Haus, Siggi Hirsch zeigt dem TV-Publikum, dass auch ältere Generationen gut drauf sind, Nadja Schlüter performt extrem schnell, Tobias Heyel war mein Favorit. Wer gewonnen hat, werde ich nicht verraten, das ist Ende Januar im WDR zu sehen. Wenn die Show weiterhin so gut läuft, gibt es wohl oder über eine zweite Staffel und noch eine dritte und sämtliche deutschsprachigen Slammer sind dann auch auf dem Bildschirm - so viele gibt es ja dann auch nicht.

Zu unserer Band: Extrem lustig - während der Aufzeichnung fiel Saschas (Gitarrist) Verstärker aus. Er spielt nur per Playback Gitarre, also Luftgitarre. Ich wurde gefragt, wie ich zu meinen Bewegungen komme, ob meine Hose zu eng ist. Eventuell soll ich doch noch einen Song singen (nicht nur den James Last machen), weil die Slammer alle zu kurz bleiben. Auf Song singen war ich überhaupt nicht vorbereitet, hoffe, dass meine Freundin mir die Akkordnotationen bis morgen schickt (unsere Band ist teilweise neu besetzt), ansonsten gibt es Texte auf Tracks (d.h. Texte auf schnell gemachte Akkordfolgen). Bin gespannt auf morgen.

27. November 2006

Rückblick

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 10:43

Wie es uns im wunderschönen Zebrano-Theater mit der Show Liedersacher - Hymnen der Großstadt erging, kann man hier nachlesen.

22. November 2006

Diesen Samstag, am 25.11.06,

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 12:10

gibt es gleich zwei wichtige Veranstaltungshinweise zu beachten. Die Mariachis spielen im Ostflügel der Humboldt-Universität und der Eintritt ist frei. Genaueres zum Konzert erfahrt ihr auf der Homepage der Band. Gleichzeitig stehe ich zusammen mit den Liedersachern im Zebrano-Theater auf der Bühne. Mit dabei sind Ahne, Manfred Maurenbrecher, Martingo, Konrad Endler und Heiko Werning. Beide Veranstaltungen sind zu empfehlen und wer sich nicht entscheiden kann, wo es denn nun hingehen soll, kann meinetwegen auch Clipfisch gucken.

19. November 2006

Darmstadt

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 17:57

bleibt für Sascha und mich ein weiteres Mal in schöner Erinnerung. Diesmal waren wir nicht als Gäste zur Dichterschlacht (dem größten deutschen Poetry-Slam) eingeladen, sondern zusammen mit Volker Strübing zur 3dichternacht. Es hat riesigen Spaß gemacht, ich war überrascht, dass ein großer Teil des Publikums Songs von uns kannte und ich glaube, Volker, Sascha und ich haben unserer Lesebühne LSD - Liebe Statt Drogen alle Ehre gemacht. Dank und Gruß an Darmstadt!

Sascha und ich waren nach der Show noch in dem Club “Krone”. Dort lief eine Depeche-Mode-Party und es wurden fast nur Songs von genannter Band gespielt. Mir wurde wieder in Erinnerung gerufen, was für ein riesengroßes Repertoire an Hits und tollen Songs diese Band hat. Ich wurde zu drei neuen Texten inspiriert, einen davon werde ich versuchen, diesen Dienstag bei LSD auf die Bühne zu bringen. Der Song ist zwar nicht von Depeche Mode, sondern von Human League, wurde auf der Party aber auch gespielt - “Listen to the voice of buddha”. In meinem Kopf hab ich jetzt den Ohrwurm “Mein Pinguin braucht auch mal Futter”, mal sehn, ob bis übermorgen ein Songtext draus wird.

11. November 2006

michaEbeling und Volker Strübing

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 17:36

sind die Champs. Sie haben als Team LSD den Teamwettbewerb des Slam 2006 in München gewonnen. Volker Strübing ist übrigens der amtierende Titelverteidiger im Einzel und veröffentlicht auf seinem Blog jede Menge Eindrücke aus München. Ein Interview mit Team LSD kann hier gehört werden. Glückwunsch an Team LSD!

4. November 2006

10 Jahre LSD - Liebe Statt Drogen

Abgelegt unter: Allgemein — ivolotion @ 21:03

plus Buchveröffentlichung feierten wir gestern im Roadrunners Paradise mit Show, Party und allem, was dazugehört. Wir sind nicht hundertprozentig zufrieden, denn es war tatsächlich zu voll - wir entschuldigen uns bei allen, die nicht mehr eingelassen werden konnten. Zudem war es sehr unruhig, was für eine Show mit Lesebeiträgen immer schwierig ist. Ganz besonders hart war es aber für unseren Stargast Hans Krüger, dessen Headset ausfiel, womit seine Nummer nicht mehr verständlich war. Wer Hans Krüger erleben möchte, dem sei sein Soloprogramm im Zebrano-Theater empfohlen. Auch wenn wir nicht vollkommen glücklich mit dem gestrigen Abend sind, hat es den Zuschauern wohl gefallen. Jedenfalls jenen, mit denen ich sprach. Das macht mich dann auch wieder froh.

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