wie ich finde, ist dieser hier:
Vom Videomacher Mayk Fläming aus Düsseldorf.
26. Oktober 2006
23. Oktober 2006
Ein gut gemachter Sketch,
13. Oktober 2006
6. Oktober 2006
Armes Deutsch(land)
Einigen Aufruhr haben die selbstproduzierten Nachrichtensendungen vom hessischen NPD-Landesvorsitzenden Marcel Wöll bereits verursacht. Wie Spiegel-Online berichtete, wurden die stramm nationalen Nachrichtensendungen zuerst bei YouTube hochgeladen und kurz darauf von den YouTube-Verantwortlichen wieder gesperrt. Nichtsdestotrotz kann man sich die Sendungen des Formats “Die Woche” immer noch anschauen (einfach nach Wöll und Woche googeln). Das kann durchaus unterhaltsam sein, denn die Sendungen offenbaren unfreiwillige Komik. “Die Woche”-Anchorman Wöll aus Butzbach sitzt offensichtlich in seinem Wohnzimmer vor einem schlecht ausgeleuchteten Bluescreen (deswegen flackert es rechts unten im Bild) und hat wohl kein Geld für ein Mikrophon, denn der Ton hallt von hinten durch die kalte Küche. Formal erinnert das Ganze an unser Erfolgsformat “Woltersdorf-Channel-News”. Der komödiantische Höhepunkt zeigt sich in der aktuellen Sendung vom 1.10.06. Wöll bezieht Stellung zum Streit um die Absetzung der Operninszenierung “Idomeneo” in Berlin. Wöll spricht den Namen des Königs von Kreta noch korrekt aus, aber in der Postproduktion zeigen sich Rechtschreibschwächen: “Ideomedeo” heißt die Oper nun. Ob der Goebbels sowas durchgelassen hätte?
“Käse” fiel von der Mauer
Ich erinnere mich, in irgendeiner Psychologieschwarte mal gelesen zu haben, dass Menschen, die ihre Liebe nicht vollständig gegenüber anderen Menschen zeigen können, selbige - also ihre Liebe - stattdessen auf Haustiere projizieren. Zufällig bin ich heute auf einem virtuellen Katzenfriedhof hängengeblieben und befürchte, dass die Psychologieschwarte nicht ganz unrecht hatte. “Heute fiel unser ‘Käse’ tot von der Mauer, auf der er jahrelang lebte. Er wurde fast 20 Jahre alt!” ruft Familie Tollkien aus Bielefeld ihrem Hauskater nach. Das hat ja noch was - ein Kater, der jahrelang auf der Mauer lebte und irgendwann da runter fiel. Meine Katze wurde 19 Jahre alt und schlief in diesem Katzengreisenalter einfach ein. Ich hatte übrigens ein wahrhaft inniges Verhältnis zu ihr, nicht, dass mich hier jemand für einen Katzenhasser hält. Dramatischer als “Käses” Nachruf klingt die Inschrift auf einem anderen Grabstein: “Unser lieber Spikybär, wir vermissen Dich so sehr. Das Herz es weint nach Dir, doch irgendwann sehen wir uns wieder. Ich freue mich jetzt schon, Dich wieder zu sehen. Claudia Müller aus Unterschleißheim.” Wenn Frauchen hofft, den Kater Spikybär im Himmel wiederzusehen, schimmert da meines Erachtens die Sehnsucht nach dem Freitod durch. Tu es bitte nicht, Claudia, du wirst eine neue Liebe finden, auch wenn es nur einen Spikybär gab.
4. Oktober 2006
Strohspiele
Meine letzten Eindrücke aus Peetzig in der Uckermark. Wann hab ich das letzte Mal im Stroh gespielt? Glück der Kindheit. Unbeschwert im Heuschober balgen. Wie lange ist das her?



Um ehrlich zu sein: Ich hab zum ersten Mal mit Stroh gespielt, denn ich bin in der Großstadt aufgewachsen und muss auf dem Land noch ne ganze Menge nachholen. Würd auch gerne mal ne Kuh melken.
3. Oktober 2006
Dirkis Berlin

So ein Blog is schon ne feine sache. In “Dirkis Berlin” werd ich euch in der nächsten Zeit, ganz nach dem Vorbild Japanischer 14 jähriger Mädchen mit Rosa Schleifchen im Haar, grell bunter Kleidung, verkniffen kichernden Augen und leicht X Beinig winkend und Arigatoooooo!! piepsend, täglich Digitalfotos ins netz stellen, von orten die mir auf meiner täglichen Weltreise durchs berliner Goldfischglas so begegnen. Das ganze nenne ich “Dirkis Berlin”. Viel Spass.
p.s.: Wer Orte oder Straßen errät bzw.entlarvt (natürlich sind da nur die Orte gemeint die nich in aller Augen Munde sind) kriegt von mir einen echten Cappucino vom altberliner Italiener, der ja in wirklichkeit Araber ist, spendiert. Meldet euch nach der Show bei mir.
Nichtraucherzone
Peetzig ist ein kleines Dorf mit See, 20 Häusern und Biobauernhof. Es gibt hier kein Geschäft, keine Kneipe und keinen Zigarettenautomaten. Aus diesem Grund habe ich es geschafft, gestern zum ersten Mal seit 11 Jahren einen ganzen Tag nicht zu rauchen. Wären Zigaretten leichter verfügbar gewesen, wäre mir das wohl nicht gelungen.
Was einen schwer abhängigen Raucher wie mich angeht – ich befürchte, dass erst ein generelles Verbot von Zigaretten oder die Einführung wirksamer Medikamente mich zum Nichtraucher machen. Tatsächlich bin ich dankbar über jede Form von strengem Rauchverbot und habe mich beispielsweise mit dafür eingesetzt, dass wir auf der Lesebühne Liebe Statt Drogen auf und vor der Bühne nicht mehr rauchen. Je öfter mir das Rauchen verboten wird, desto besser.
Ich will nicht schreiben, ich „leide“ an Entzugserscheinungen, das klingt mir zu weinerlich. Aber ich fühle Entzugserscheinungen seit gestern Nachmittag: Panikattacken, merkwürdiges Gefühl im Mund, Konzentrationsschwächen, Angst. Unglaublich, was Zigaretten aus einem machen können.
1. Oktober 2006
Goldener Oktober
Oder sollte es besser heißen: „Merkwürdiger Oktober“? Im Oktober war ich bisher noch nie in heimischen Gewässern baden – bis heute. Auf dem Bild sieht man mich im Peetzigsee in Peetzig in der Uckermark. Ich war im Wasser, es war arschkalt, doch in der Sonne stellte sich ein Gefühl von Hochsommer ein. Ist das bereits ein Vorbote des vielbeschworenen Klimawandels? Wenn ja, dann hab ich ein schlechtes Gewissen, dass ich das schöne Wetter so toll finde.




