Der Student der Germanistik Kouadio Atobé interpretiert vor dem Hintergrund des bewaffneten Konflikts in seinem Heimatland Elfenbeinküste den Text des Solidaritätslieds von Bertolt Brecht gegenwartsbezogen. Atobé arrangierte den Text des Solidaritätslieds über einen modernen Beat und realisierte zusammen mit dem Chor des Deutschclubs der Universität Cocody, befreundeten Germanistik-Studenten und meiner Wenigkeit eine Poetry-Performance: In staubigen Strassen, auf afrikanischen Märkten und vor Ruinen der Universität von Bouaké wird Brechts Text eine überraschende Aktualität verliehen.
Ein Gedicht von Aka Henri Joel - spontan vor einer grünen Wand auf dem Hof des Goethe-Instituts Côte d’Ivoire in Abidjan gedreht.
Zum Gedicht: 2002 brach ein bewaffneter Konflikt in der Elfenbeinküste aus, der gegenwärtig zwar befriedet ist, jedoch zu einer faktischen Teilung des Landes in einen von ehemaligen Rebellen kontrollierten Norden und einen staatlich kontrollierten Süden geführt hat. Der ivorische Student Aka Henri Joel verarbeitet in seinem Gedicht die Erfahrung des Krieges und ruft zur Versöhnung der Landesteile auf. Das Video zeigt ihn vor nationalen Symbolen und an typischen Orten der Elfenbeinküste sowie vor Szenen des bewaffneten Konflikts.
Ihr habt die Wahl zwischen dem mutmaßlich langweiligen Fußballspiel Kamerun vs. Dänemark und der letzten Samstagsshow vor der Sommerpause.
Wir gestalten ein Afrika-Special und lassen Kamerun vs. Dänemark im Hintergrund ohne Ton laufen und kommentieren das Ganze ab und an und nebenbei fachgerecht ahnungslos. Im Vordergrund lesen, singen, tanzen wir - Robert Rescue berichtet von seiner Rom-Reise (auch irgendwie Afrika), Lea zeigt ihr traditionelles Massaigewand, Tilman spürt den “inneren Endsieg” und ich zeige bisher unveröffentlichtes Videomaterial von Fußballfans in der Elfenbeinküste
in unserer Leseshow “LSD - Liebe Statt Drogen”. Dank Tobias “Tube” Herres unglaublicher Medienpräsenz wegen seines Vuvuzela-Filters (die Seite ist gegenwärtig oft überlastet). Da musste ich für heute abend flink einen Vuvuzela-Mix machen und werde nachher noch einen Text rüberlegen. Die Vuvuzela ist ein super Instrument, wenn man fleißig übt. Vermutlich blasen die ganzen Stadionzuschauer einfach nur rein und bringen deswegen nicht mehr als den berühmten Dauerton zustande. Aber man kann auf der Vuvuzela wohl auch 2 verschiedene Töne spielen - das behaupten jedenfalls die Vuvuverkäufer auf dieser Seite. Naja, wers glaubt, hier mein Mix:
Tube ist im übrigen genervt und hat sich eine neue (alte) Handynummer zugelegt - unglaublich!
Ich bin spontan nochmal runtergeflogen für eine Live-Schaltung aus Bouaké, der zweitgrößten Stadt der Elfenbeinküste. Vor dem Spiel Elfenbeinküste vs Portugal ließ ich mir von dem ivorischen Fußballfan Ernst einen Tipp geben:
Merkel braucht eine Imagekampagne. Das hat schon vor 6 Jahren gut geklappt, wie das untenstehende Video aus meinem Archiv zeigt. Mit Tobias “Tube” Herre, der nicht nur Talente als Vuvuzela-Killer, sondern auch als Angela-Double zeigt:
Neben Wulff, Gauck und Gnatzig möchte ich noch einen Namen ins Spiel bringen: Manfred Karpate.
Der Woltersdorf-Channel- und Watchberlin-News-Moderator bewarb sich bereits vor 6 Jahren als Bundespräsident des Volkes, wie das untenstehende Video aus meinem Archiv beweist. Man müsste ihn nur bitten:
Man hängt es irgendwie übers Bett und legt sich dann so darunter, dass keine Mücke durchkommt. Mir gelang das in der Côte d’Ivoire leider nicht, ich stellte mich eindeutig zu blöd an und Frau Kirschbaum verweigerte ihre Hilfe. Was solls - ich legte mich einfach im Netz schlafen. Am nächsten Morgen fühlte ich mich high, was wohl an der Imprägnierung des Netzes mit interessanten Chemikalien lag, die allerlei Verbindungen in meiner Blutbahn eingingen. Aber immerhin stach mich keine Mücke.
Mein Moskitonetzgestolper und was sonst noch passierte, zeigt die fünfte und letzte Folge unserer satirischen Videowebserie “Afrika - Jenseits von Klischees”, die per Klick auf das Bild aufgerufen werden kann: